UNESCO: Weniger Angst durch Musik! Mehr Kommunikation durch Musik!

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Präsentation des Konzeptes auf der 2nd UNESCO World Conference on Arts Education (Seoul 2010)

Regelmäßige solistische Auftritte auch für die jüngsten SchülerInnen, GastlehrerInnen, Mitwirkung der SchülerInnen auch in Konzerten professioneller Gastensembles – dies und vieles andere mehr ist für die SchülerInnen der Johannes Brahms Musikschule völlig „normal“ – nicht jedoch für den Rest der Welt! Dort „gehört“ das Konzertpodium nach wie vor den Profis, den Erwachsenen – Kinder dürfen zwar in Gruppen auftreten, nirgends jedoch regelmäßig und als Teil eines pädagogischen Systems bereits als kleine „SolokünstlerInnen“ – obwohl sie so die Chance erhalten, lebenslang frei von negativer Auftrittsangst zu sein!

Dies wurde deutlich bei der 2nd UNESCO World Conference on Arts Education, die von 24. bis 28. Mai 2010 in Seoul (Korea) stattfand. Der Obmann des „Internationalen Forums für Kunst, Bildung und Wissenschaft / Nikolaus Harnoncourt Fonds“ und damalige Direktor der Johannes Brahms Musikschule Mürzzuschlag(JBMS), Prof. Ernst Smole, hatte auf Anregung der Österreichischen UNESCO­Kommission im Rahmen des Programmes „Road Map of Art Education & Creativity“ das Konzept „Weniger Angst – durch Musik! Mehr Kommunikation – durch Musik“ eingereicht. Es stellte die wichtigsten Merkmale des „designs“ der JBMS dar. Smole wurde aufgrund dieser Einreichung zum UNESCO­Weltkongress eingeladen, das Konzept „in paper“ zu präsentieren. Es waren rund 1.200 Delegierte aus 123 Ländern anwesend. Weiters hielt Smole vor dem Plenum ein Statement zum Thema „Fear & Art Education“ und stellte den Antrag an die UNESCO, diesem Thema in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt zu widmen. Zukunftsforscher sagen, dass Angst in den kommenden Jahrzehnten das zentrale globale Problem sein wird – immerhin ist Angst der wichtigste Grund für Aggression.

Offenbar wurde, dass Kunsterziehung sich um Gruppen UND um das Individuum annehmen muss, und dass nur Regelmäßigkeit und Langfristigkeit Nachhaltigkeit schaffen. Weltweit konzentrieren sich die Aktivitäten auf die politisch wichtige und medienwirksame Gruppenarbeit, die für soziale Aspekte bedeutend ist, jedoch das Individuum – es „trägt“ die Kreativität – kommt massiv zu kurz, und statt der nötigen Langfristigkeit dominieren kurzzeitige Projekte mit wenig Nachhaltigkeit. Bei dieser Konferenz wurde bewusst, dass KUNST für viele Menschen ein Teil des selbstverständlichen „Alltagsluxus“ darstellt, für andere jedoch ein Lebensmittel, oft ein ÜBERlebensmittel ist!

Erfahren Sie mehr im vollständigen Konzept, das Sie nachstehend in der deutschen und englischen Version ansehen und ausdrucken können: